Die vollständige Schwellenwert-Matrix, die zweistufige Prüfung, Grenzfälle und Custom-Audience-Überschreibungen — mit komplettem Pseudocode
Jede Kombination aus Zielgruppe und Level hat einen exakten Schwellenwert. Liegt der Helpfulness-Score (HS) eines Themas unter diesem Wert, bekommt das Thema keine eigene Seite auf diesem Level — stattdessen wird es als erweiterter Absatz oder Collapsible auf der Elternseite dargestellt.
Vollständige Schwellenwert-Matrix
| Zielgruppe | max_level | L1 (eigenes Modul) | L2 (eigene Seite) | L3 (Deep-Dive) |
|---|---|---|---|---|
| 🔧 Entwickler | L3 | HS ≥ 6 | HS ≥ 8 | HS ≥ 8 |
| 👤 Anwender | L2 | HS ≥ 7 | HS ≥ 9 | — (kein L3) |
| 📊 Entscheider | L1 | HS ≥ 8 | — (kein L2) | — (kein L3) |
Was passiert unter dem Schwellenwert?
Warum unterschiedliche Schwellenwerte?
Entwickler haben die niedrigsten Schwellenwerte, weil sie die größte Tiefe vertragen. Ein Thema mit HS=6 ist für Entwickler relevant genug für ein eigenes L1-Modul, aber für Anwender (Schwelle 7) oder Entscheider (Schwelle 8) nicht. Entscheider haben die höchsten Schwellenwerte, weil jedes Thema, das es auf ihre Seite schafft, extrem relevant sein muss — ihre Zeit ist am knappsten.
Die Schwellenwert-Prüfung erfolgt in zwei Gates. Beide müssen bestanden werden, bevor eine Seite geplant wird — und zusätzlich muss das nächste Level innerhalb der maximalen Tiefe der Audience liegen.
Die zwei Gates:
Gate 1 — „Eigene Seite?“: Für jedes Level wird geprüft, ob der HS den Schwellenwert für eine eigene Seite erreicht. Wenn nicht, wird das Thema stattdessen als Absatz auf der Elternseite dargestellt. Alle tieferen Levels werden übersprungen — wenn ein Thema kein L2 bekommt, kann es auch kein L3 bekommen.
Gate 2 — „Noch tiefer?“: Wenn Gate 1 bestanden ist, wird geprüft, ob der HS auch den Schwellenwert des nächsten Levels erreicht UND ob das nächste Level innerhalb der maximalen Tiefe der Audience liegt. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein.
Stop-Reason: Am Ende wird dokumentiert, warum nicht tiefer geplant wurde. Drei Gründe: Audience-Maximum erreicht, Score unter nächstem Schwellenwert, oder Komplexität des Themas erschöpft.
Beispiel-Durchlauf: Thema „API Design“, HS=8
| Audience | Gate 1 (L1) | Gate 2 (L2) | Gate 2 (L3) | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 🔧 Entwickler | 8 ≥ 6 ✓ | 8 ≥ 8 ✓ | 8 ≥ 8 ✓ | L0, L1, L2, L3 |
| 👤 Anwender | 8 ≥ 7 ✓ | 8 < 9 ✗ | — | L0, L1 (Stop: HS unter L2-Schwelle) |
| 📊 Entscheider | 8 ≥ 8 ✓ | — (max L1) | — | L0, L1 (Stop: Audience-Max) |
Was passiert an den Rändern der Schwellenwerte? Hier sind alle Grenzfälle dokumentiert — von exakt-am-Schwellenwert bis zur Überlauf-Behandlung.
| Grenzfall | Regel | Beispiel |
|---|---|---|
| HS exakt am Schwellenwert | Inkludiert (≥, nicht >). Der Operator ist „größer oder gleich“. | HS=8, Schwelle=8 → eigene Seite |
| HS = 10 (Maximum) | Immer eigene Seite und tiefere Inhalte, soweit das Audience-Maximum es erlaubt. | HS=10 für Entscheider → L0 + L1 (nicht L2, max=L1) |
| HS = 1–2 | Immer nur Kurznennung. Unter jedem L1-Schwellenwert. Bleibt als Erwähnung auf L0. | HS=2 für Entwickler → nur L0-Erwähnung |
| HS = 0 | Nicht erwähnt. Thema wird komplett übersprungen, nicht einmal auf L0 genannt. | HS=0 → unsichtbar für diese Audience |
| Mehrere Themen mit gleichem HS | Sortierung: 1. Relevanz-Subscore (absteigend), 2. Alphabetisch nach Themenname. | Thema A (HS=8, Rel=0.9) vor Thema B (HS=8, Rel=0.7) |
| Mehr als 10 Themen pro Level | Top 10 nach HS. Restliche Themen werden als Absätze auf der Elternseite dargestellt. | 15 Themen mit HS ≥ 6 auf L1 → Top 10 als Module, 5 als Absätze |
| Exakt 10 Themen | Alle inkludiert. 10 ist das Maximum, nicht ein Ausschluss-Trigger. | 10 Themen → alle als eigene Module |
| HS-Gleichstand am 10er-Cutoff | Alle mit gleichem HS inkludieren. Kann zu 11–12 Themen führen. Pragmatismus vor starrer Regel. | Themen 9, 10, 11 alle HS=7 → alle drei inkludiert |
Die Top-10-Regel: Pro Level und Audience dürfen maximal 10 Themen eine eigene Seite bekommen. Gibt es mehr, werden sie nach HS absteigend sortiert, dann nach Relevanz-Subscore, dann alphabetisch. Die Top 10 bekommen eine eigene Seite. Der Rest wird als Absatz auf der Elternseite dargestellt.
Ausnahme bei Gleichstand: Wenn die Themen an Position 10 und 11 den gleichen HS haben, werden beide inkludiert. Das kann zu leicht mehr als 10 Themen führen, ist aber fairer als willkürliches Abschneiden.
Warum maximal 10? Mehr als 10 Module auf einem Level machen die Navigation unübersichtlich. Die Sibling-Nav wird zu lang, der Überblick geht verloren. 10 ist ein Kompromiss zwischen Vollständigkeit und Navigierbarkeit.
Für 🏷️ Custom-Audiences (benutzerdefinierte Zielgruppen) gelten Standardwerte aus dem Anwender-Profil. Der User kann diese jedoch mit einer expliziten Überschreibungs-Syntax anpassen.
Standard-Verhalten für Custom-Audiences
| Eigenschaft | Default | Quelle |
|---|---|---|
| max_level | 2 (wie Anwender) | Anwender-Profil |
| L1-Schwellenwert | 7 (wie Anwender) | Anwender-Profil |
| L2-Schwellenwert | 9 (wie Anwender) | Anwender-Profil |
| Emoji | 🏷️ | Standard für Custom |
| Suffix | Slug des Namens (z.B. _devops-team) | Automatisch abgeleitet |
Überschreibungs-Syntax:
So funktioniert die Überschreibung:
1. Jede Custom-Audience startet mit den Anwender-Defaults: max_level=2, L1-Schwelle=7, L2-Schwelle=9.
2. Der User kann max L3 angeben, um die maximale Tiefe zu ändern. Wird max_level auf 3 gesetzt, wird automatisch ein L3-Schwellenwert angelegt (gleicher Wert wie L2).
3. Ein einzelner threshold 7 wird auf alle Levels angewendet.
4. Level-spezifische Werte (l1=6, l2=8, l3=9) überschreiben einzelne Levels.
5. Ohne jegliche Angabe: reine Anwender-Defaults. „Marketing“ ohne weitere Parameter bekommt exakt das gleiche Verhalten wie die Standard-Anwender-Audience.
Ein Thema hat HS=8 für 👤 Anwender. Es befindet sich auf L1. Soll der Skill eine L2-Seite planen?