Die vollständigen Prompt-Templates für Pipeline- und Datei-Agenten, Variablen-Ersetzung und Qualitätsinstruktionen — annotiert und erklärt
Der Pipeline-Agent erhält vom Orchestrator einen vollständigen Kontext über die zu generierende Audience-Variante. Hier ist das komplette Template mit Annotationen.
Der Pipeline-Agent-Prompt enthält alles, was ein Agent braucht, um eine komplette Audience-Variante zu generieren:
1. Audience-Kontext: Name, Emoji, Suffix und maximale Tiefe. Damit weiß der Agent, für wen er schreibt und wie tief er gehen darf.
2. Schwellenwerte: Die HS-Schwellen pro Level. Braucht der Agent, um zu entscheiden, welche Themen eigene Seiten bekommen.
3. Integrationsmodus: Standalone (mit eigenem Header/Footer) oder Embedded (ohne, für Einbettung in eine bestehende Seite).
4. Curriculum-Baum: Nur die Themen, die für diese Audience relevant sind, mit vorberechneten HS-Werten und geplanten Levels. Der Pipeline-Agent muss keine eigene HS-Berechnung durchführen.
5. Naming-Convention und Sprache: Wie Dateien heißen sollen und in welcher Sprache der Inhalt geschrieben wird.
Der Datei-Agent generiert eine einzelne HTML-Datei. Sein Prompt enthält alles, was für genau diese eine Seite relevant ist — vom Dateinamen bis zu den Quality Gates.
Der Datei-Agent-Prompt ist das detaillierteste Template:
Er enthält den exakten Dateinamen und Pfad, den Audience-Kontext, das Level, das Thema und seinen HS-Score. Außerdem die Inhaltsbeschreibung (was genau auf der Seite stehen soll), den vollständigen Breadcrumb-Pfad als Array von Objekten, die Deep-Dive-Ziele (falls tiefere Seiten geplant sind), die Sibling-Pages für die Navigation am Seitenende, den Sprachpartner-Dateinamen für den Sprachschalter, den Audience-Switch-Platzhalter (nur auf L0) und die Quality Gates.
Kernprinzip: Der Datei-Agent braucht keine globale Sicht. Er erhält genau die Informationen, die er für seine eine Datei braucht. Das ermöglicht Parallelisierung — mehrere Datei-Agenten können gleichzeitig arbeiten.
Der Orchestrator füllt die Template-Variablen mit konkreten Werten. Die Naming Convention ist dabei entscheidend — ein falscher Slug bricht alle Cross-Links.
Dateinamen-Konvention: [slug][suffix]_[lang].html
| Schritt | Operation | Beispiel |
|---|---|---|
| 1. Titel nehmen | Deutscher Themen-Titel | „Überblick & Architektur“ |
| 2. Lowercase | Alles kleinschreiben | „überblick & architektur“ |
| 3. Umlaute ersetzen | ä→ae, ö→oe, ü→ue, ß→ss | „ueberblick & architektur“ |
| 4. Sonderzeichen entfernen | Alles außer [a-z0-9-] entfernen | „ueberblick architektur“ |
| 5. Leerzeichen → Bindestriche | Spaces werden zu - | „ueberblick-architektur“ |
| 6. Doppel-Bindestriche bereinigen | -- wird zu - | „ueberblick-architektur“ |
| 7. Suffix anhängen | Audience-Suffix + Sprache | „ueberblick-architektur_dev_de.html“ |
Die Slug-Ableitung folgt einem festen Schema:
Der deutsche Titel wird kleingeschrieben, Umlaute werden zu ae/oe/ue/ss, Sonderzeichen werden entfernt, Leerzeichen werden zu Bindestrichen. Das Ergebnis ist ein URL-sicherer Slug.
Sonderfall L0: Die L0-Überblickseite heißt immer „index“. Also index_dev_de.html, nicht ueberblick_dev_de.html.
Verzeichnisstruktur: L0-Dateien liegen im Root des Output-Verzeichnisses. L1, L2, L3-Dateien liegen in l1/, l2/, l3/ Unterverzeichnissen.
Jeder Datei-Agent bekommt einen Abschnitt mit Qualitätsregeln, die in die generierte HTML-Datei einfließen müssen. Hier ist das vollständige Quality-Gate-Template.
Die Quality Gates sind verbindliche Regeln, die jeder Datei-Agent einhalten muss:
WCAG-Kontrast: Kein weißer Text auf hellen Flächen. Das ist der häufigste Fehler. Auf dem dunklen Hero-Bereich ist weißer Text erlaubt, aber auf weißen oder beigen Hintergründen muss der Text dunkel (#1A1A2E) sein.
Keine Level-Labels: Seitentitel dürfen nicht mit „L2:“ beginnen. Das Level wird durch Breadcrumbs und Level-Dots kommuniziert — den Titel damit zu verschmutzen ist redundant und stört die Lesbarkeit.
Maximal 10: Mehr als 10 Seiten auf einem Level machen die Navigation unübersichtlich. Überschuss-Themen werden als Absätze auf der Elternseite dargestellt.
Keine toten Links: Jeder interne Link muss auf eine tatsächlich generierte Datei zeigen. Das ist die häufigste Fehlerquelle bei der Generierung — ein Deep-Dive-Link wird gesetzt, aber die Zielseite wurde nicht generiert, weil der HS zu niedrig war.
Welches Suffix bekommt die erste/allgemeinste Zielgruppe in der Naming Convention?