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Subagent-Architektur

Wie Pipeline-Agents und File-Agents zusammenspielen, um den gesamten Content-Baum zu erzeugen

01

Zwei-Ebenen-Modell

Die Content-Generierung folgt einer zweistufigen Architektur. Auf der oberen Ebene steuern Pipeline-Agents den gesamten Tiefenpfad einer Zielgruppe. Auf der unteren Ebene erzeugen File-Agents die einzelnen HTML-Dateien pro Level.

Hierarchische Architektur

Orchestrator (Hauptprozess)
Pipeline-Agent: Entwickler
File-Agent: L0
File-Agent: L1-A
File-Agent: L1-B
File-Agent: L2-*
File-Agent: L3-*
Pipeline-Agent: Manager
File-Agent: L0
File-Agent: L1-*
File-Agent: L2-*
🎯
Pipeline-Agent
1 pro Zielgruppe. Verwaltet den vollständigen Tiefenpfad: L0 → L1 → L2 → L3. Kennt Curriculum, Audience-Profil, Namenskonvention. Delegiert die Dateierzeugung an File-Agents.
1 : Audience
📄
File-Agent
1 pro HTML-Datei. Erhält vom Pipeline-Agent alle Metadaten und erzeugt exakt eine Datei. Kennt nur seinen eigenen Kontext — keine Nachbardateien, kein Gesamtcurriculum.
1 : Datei

Warum zwei Ebenen? Ein einzelner Agent, der alle Dateien aller Zielgruppen erzeugt, würde den Kontextfenster sprengen. Die Zwei-Ebenen-Architektur hält den Kontext pro Agent fokussiert: Der Pipeline-Agent denkt in Struktur, der File-Agent denkt in Inhalt.

02

Pipeline-Agent-Prompt

Ein Pipeline-Agent empfängt einen strukturierten Prompt, der alles beschreibt, was er braucht — aber nichts mehr. Hier ist die Prompt-Template-Struktur im Detail.

## PIPELINE-AGENT PROMPT TEMPLATE
## Wird vom Orchestrator pro Zielgruppe generiert

AUDIENCE:
  id:       "dev"
  label_de: "Entwickler"
  label_en: "Developer"
  icon:     "🔧"
  suffix:   "_dev"

CURRICULUM:
  L0:  "index_dev_{lang}.html"           # 1 Datei
  L1:  [ "pipelines", "design-system",    # 5 Dateien
        "templates", "output-logik",
        "qualitaet" ]
  L2:  [ { parent: "pipelines",          # je 5 Dateien
          children: ["subagent-arch", ...] },
        ... ]
  L3:  [ { parent: "subagent-arch",      # nur HS ≥ 8
          children: ["pipeline-prompts"] },
        ... ]

FOUNDATION_REF:
  "Nutze die CSS/JS-Foundation aus der L0-Datei.
   Alle Variablen, Klassen, Patterns sind dort definiert."

NAMING_CONVENTION:
  "{thema}_{suffix}_{lang}.html"
  # Beispiel: subagent-architektur_dev_de.html

EXECUTION_ORDER:
  1. Erzeuge L0 (DE + EN)
  2. Erzeuge alle L1 (DE + EN je Thema)
  3. Erzeuge alle L2 (DE + EN je Thema)
  4. Erzeuge L3 nur für Themen mit HS ≥ 8

Was der Pipeline-Agent empfängt:

Audience-Profil — ID, Labels (DE/EN), Emoji-Icon und Dateiname-Suffix. Damit weiß der Agent, für wen er schreibt und wie Dateien heißen.

Curriculum — Die vollständige Themenstruktur über alle vier Levels. Pro Level die Liste der Themen mit Parent-Child-Beziehungen.

Foundation-Referenz — Verweis auf die CSS/JS-Foundation aus der eigenen L0-Datei. Keine fremden Pipelines.

Namenskonvention — Das Pattern für Dateinamen: thema_suffix_sprache.html

Ausführungsreihenfolge — L0 zuerst, dann L1, L2, L3. Tiefe wird nur erzeugt, wenn HS-Score ≥ 8.

Wichtig: Der Pipeline-Agent erhält die Foundation-Referenz nur für seine eigene Pipeline. Er kennt weder die CSS-Variablen anderer Audiences noch deren Curriculum-Struktur. Jede Pipeline ist eine isolierte Einheit.

03

Datei-Agent-Prompt

Der File-Agent erhält vom Pipeline-Agent einen präzisen Auftrag für genau eine Datei. Alles, was er braucht, ist im Prompt enthalten — er muss keine Annahmen treffen.

## FILE-AGENT PROMPT TEMPLATE
## Wird vom Pipeline-Agent pro Datei generiert

FILE:
  filename:    "subagent-architektur_dev_de.html"
  audience:    "dev"  # Entwickler
  language:    "de"
  level:       2
  theme:       "Subagent-Architektur"
  hs_score:    9       # Hat L3-Deep-Dive

CONTENT_DESCRIPTION:
  "4 Sektionen: Zwei-Ebenen-Modell, Pipeline-Agent-Prompt,
   Datei-Agent-Prompt, Praxis-Empfehlung. Hierarchie-Diagramm
   in Sektion 1. Code-Toggles in Sektionen 2 und 3."

LINK_TARGETS:
  breadcrumb_l0:  "../index_de.html"
  breadcrumb_l1:  "../l1/pipelines_dev_de.html"
  lang_switch:    "subagent-architecture_dev_en.html"
  deep_dive_l3:   "../l3/pipeline-agent-prompts_dev_de.html"
  siblings:       [ "thema-01", "thema-02",
                     "thema-03 (CURRENT)",
                     "thema-04", "thema-05" ]

CONSTRAINTS:
  - WCAG AA Kontrast auf allen Elementen
  - Kein Weiß auf hellem Hintergrund
  - Keine Level-Labels in Titeln
  - CSS/JS Foundation inline (kein externer Import)
  - min-height: 100dvh pro Modul
  - Alternierende Hintergründe

Was der File-Agent empfängt:

Datei-Metadaten — Dateiname, Audience, Sprache, Level, Thema und HS-Score. Der HS-Score bestimmt, ob ein Deep-Dive-Link zu L3 eingefügt wird (≥ 8).

Content-Beschreibung — Zusammenfassung der Sektionen, Visualisierungstypen, besondere Patterns (Code-Toggles, Diagramme, Tabellen).

Link-Targets — Alle relativen Pfade: Breadcrumb-Ziele, Sprachschalter, Deep-Dive-Ziel, Geschwister-Navigation. Der File-Agent muss keine Pfade berechnen.

Constraints — Nicht-verhandelbare Regeln: WCAG AA, keine verbotenen Farbkombinationen, Modul-Pattern einhalten.

FeldTypWoher?
filenameStringNamenskonvention + Curriculum
audienceEnumAudience-Profil
language"de" | "en"Immer Paar: DE + EN
level0–3Position im Curriculum
themeStringCurriculum-Eintrag
hs_score1–10Curriculum (berechnet)
link_targetsObjectPipeline-Agent berechnet
constraintsArrayGlobale Regeln (fix)
04

Praxis-Empfehlung

Die Architektur beschreibt das ideale Modell. In der Praxis gibt es Einschränkungen — vor allem bei Parallelisierung. Hier sind die bewährten Strategien.

Sequentiell
Ein File-Agent nach dem anderen. Am zuverlässigsten. Empfohlen für erste Generierung oder bei Kontextproblemen.
Sicher
🔄
Max 2 parallel
DE+EN-Paar gleichzeitig. Funktioniert gut, weil die Sprach-Varianten denselben Content spiegeln. Kein Kontextkonflikt.
Empfohlen
⚠️
Voll parallel
Alle File-Agents gleichzeitig. Klingt schnell, ist aber unzuverlässig: Kontextgrenzen, Race Conditions, inkonsistente Ergebnisse.
Riskant

Empfohlener Ablauf für eine Pipeline

📄
L0 DE
📄
L0 EN
📄📄
L1 DE+EN
📄📄
L2 DE+EN
📄📄
L3 DE+EN

DE+EN-Paare parallel, Level-Übergänge sequentiell

Warum nicht volle Parallelisierung? Drei praktische Gründe: (1) Jeder File-Agent braucht Kontext-Kapazität, die begrenzt ist. (2) Bei mehr als 2 parallelen Agents steigt die Fehlerrate signifikant. (3) L2-Dateien müssen auf L1-Dateien verweisen — die müssen also vorher existieren. Die Architektur beschreibt, was möglich ist. Die Praxis bestimmt, wie es ausgeführt wird.

✏️ Kurz getestet

Was erhält ein Pipeline-Agent NICHT?

Das Audience-Profil mit ID, Labels und Suffix
Das vollständige Curriculum mit L0–L3-Struktur
Die CSS/JS-Foundation anderer Pipelines
Die Namenskonvention für Dateinamen
Deep Dive → L3 Pipeline-Agent-Prompts im Detail