Wie Pipeline-Agents und File-Agents zusammenspielen, um den gesamten Content-Baum zu erzeugen
Die Content-Generierung folgt einer zweistufigen Architektur. Auf der oberen Ebene steuern Pipeline-Agents den gesamten Tiefenpfad einer Zielgruppe. Auf der unteren Ebene erzeugen File-Agents die einzelnen HTML-Dateien pro Level.
Hierarchische Architektur
Warum zwei Ebenen? Ein einzelner Agent, der alle Dateien aller Zielgruppen erzeugt, würde den Kontextfenster sprengen. Die Zwei-Ebenen-Architektur hält den Kontext pro Agent fokussiert: Der Pipeline-Agent denkt in Struktur, der File-Agent denkt in Inhalt.
Ein Pipeline-Agent empfängt einen strukturierten Prompt, der alles beschreibt, was er braucht — aber nichts mehr. Hier ist die Prompt-Template-Struktur im Detail.
## PIPELINE-AGENT PROMPT TEMPLATE ## Wird vom Orchestrator pro Zielgruppe generiert AUDIENCE: id: "dev" label_de: "Entwickler" label_en: "Developer" icon: "🔧" suffix: "_dev" CURRICULUM: L0: "index_dev_{lang}.html" # 1 Datei L1: [ "pipelines", "design-system", # 5 Dateien "templates", "output-logik", "qualitaet" ] L2: [ { parent: "pipelines", # je 5 Dateien children: ["subagent-arch", ...] }, ... ] L3: [ { parent: "subagent-arch", # nur HS ≥ 8 children: ["pipeline-prompts"] }, ... ] FOUNDATION_REF: "Nutze die CSS/JS-Foundation aus der L0-Datei. Alle Variablen, Klassen, Patterns sind dort definiert." NAMING_CONVENTION: "{thema}_{suffix}_{lang}.html" # Beispiel: subagent-architektur_dev_de.html EXECUTION_ORDER: 1. Erzeuge L0 (DE + EN) 2. Erzeuge alle L1 (DE + EN je Thema) 3. Erzeuge alle L2 (DE + EN je Thema) 4. Erzeuge L3 nur für Themen mit HS ≥ 8
Was der Pipeline-Agent empfängt:
Audience-Profil — ID, Labels (DE/EN), Emoji-Icon und Dateiname-Suffix. Damit weiß der Agent, für wen er schreibt und wie Dateien heißen.
Curriculum — Die vollständige Themenstruktur über alle vier Levels. Pro Level die Liste der Themen mit Parent-Child-Beziehungen.
Foundation-Referenz — Verweis auf die CSS/JS-Foundation aus der eigenen L0-Datei. Keine fremden Pipelines.
Namenskonvention — Das Pattern für Dateinamen: thema_suffix_sprache.html
Ausführungsreihenfolge — L0 zuerst, dann L1, L2, L3. Tiefe wird nur erzeugt, wenn HS-Score ≥ 8.
Wichtig: Der Pipeline-Agent erhält die Foundation-Referenz nur für seine eigene Pipeline. Er kennt weder die CSS-Variablen anderer Audiences noch deren Curriculum-Struktur. Jede Pipeline ist eine isolierte Einheit.
Der File-Agent erhält vom Pipeline-Agent einen präzisen Auftrag für genau eine Datei. Alles, was er braucht, ist im Prompt enthalten — er muss keine Annahmen treffen.
## FILE-AGENT PROMPT TEMPLATE ## Wird vom Pipeline-Agent pro Datei generiert FILE: filename: "subagent-architektur_dev_de.html" audience: "dev" # Entwickler language: "de" level: 2 theme: "Subagent-Architektur" hs_score: 9 # Hat L3-Deep-Dive CONTENT_DESCRIPTION: "4 Sektionen: Zwei-Ebenen-Modell, Pipeline-Agent-Prompt, Datei-Agent-Prompt, Praxis-Empfehlung. Hierarchie-Diagramm in Sektion 1. Code-Toggles in Sektionen 2 und 3." LINK_TARGETS: breadcrumb_l0: "../index_de.html" breadcrumb_l1: "../l1/pipelines_dev_de.html" lang_switch: "subagent-architecture_dev_en.html" deep_dive_l3: "../l3/pipeline-agent-prompts_dev_de.html" siblings: [ "thema-01", "thema-02", "thema-03 (CURRENT)", "thema-04", "thema-05" ] CONSTRAINTS: - WCAG AA Kontrast auf allen Elementen - Kein Weiß auf hellem Hintergrund - Keine Level-Labels in Titeln - CSS/JS Foundation inline (kein externer Import) - min-height: 100dvh pro Modul - Alternierende Hintergründe
Was der File-Agent empfängt:
Datei-Metadaten — Dateiname, Audience, Sprache, Level, Thema und HS-Score. Der HS-Score bestimmt, ob ein Deep-Dive-Link zu L3 eingefügt wird (≥ 8).
Content-Beschreibung — Zusammenfassung der Sektionen, Visualisierungstypen, besondere Patterns (Code-Toggles, Diagramme, Tabellen).
Link-Targets — Alle relativen Pfade: Breadcrumb-Ziele, Sprachschalter, Deep-Dive-Ziel, Geschwister-Navigation. Der File-Agent muss keine Pfade berechnen.
Constraints — Nicht-verhandelbare Regeln: WCAG AA, keine verbotenen Farbkombinationen, Modul-Pattern einhalten.
| Feld | Typ | Woher? |
|---|---|---|
| filename | String | Namenskonvention + Curriculum |
| audience | Enum | Audience-Profil |
| language | "de" | "en" | Immer Paar: DE + EN |
| level | 0–3 | Position im Curriculum |
| theme | String | Curriculum-Eintrag |
| hs_score | 1–10 | Curriculum (berechnet) |
| link_targets | Object | Pipeline-Agent berechnet |
| constraints | Array | Globale Regeln (fix) |
Die Architektur beschreibt das ideale Modell. In der Praxis gibt es Einschränkungen — vor allem bei Parallelisierung. Hier sind die bewährten Strategien.
Empfohlener Ablauf für eine Pipeline
DE+EN-Paare parallel, Level-Übergänge sequentiell
Warum nicht volle Parallelisierung? Drei praktische Gründe: (1) Jeder File-Agent braucht Kontext-Kapazität, die begrenzt ist. (2) Bei mehr als 2 parallelen Agents steigt die Fehlerrate signifikant. (3) L2-Dateien müssen auf L1-Dateien verweisen — die müssen also vorher existieren. Die Architektur beschreibt, was möglich ist. Die Praxis bestimmt, wie es ausgeführt wird.
Was erhält ein Pipeline-Agent NICHT?